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Autor Thema: Bucks Row  (Gelesen 6971 mal)
MrsPeel
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« am: Mai 19, 2009, 11:14:37 am »

Servus,
ich stelle jetzt mal eine Frage, von der ich nicht weiss ob sie nicht schon einmal erörtert wurde.
Meine Frage und etwas über das ich mir den Kopf etwas zerbreche:
1. War die Bucks Row eine Strasse in der Polly einen Kunden aufzugabeln hoffte, damit meine ich, was war das für eine Strasse? War sie für das Gewerbe das Polly ausübte geeignet? Sprich, die anderen Opfer wurden ja etwas zentraler in Whitechapel ermordet, also da wo es noch Örtlichkeiten wie Pubs gab und wo man bis spät in die Nacht/bis zum frühen Morgen einen Kunden fand. Die Bucks Row erscheint mir als teils Wohnstrasse und als teils Gewerbestrasse mit Lagerhäusern, der berühmten Schlachterei usw. Deswegen drängte sich mir die Frage auf, war dort quasi 24 Stunden eine Art von Betrieb oder war ab einer bestimmten Uhrzeit da Schluss mit Arbeit. Sprich, war die Strasse verödet?
Ich muss halt daran denken was es für Zeugenaussagen dazu gibt.
Ich rekapituliere:
1. Ca. halb 3 Uhr/3 Uhr patrollieren mehrer PC's durch die Gegend in und um Bucks Row und sahen nichts. Also keine Polly Nichols oder etwas anderes verdächtiges. Ist daraus zu entnehmen das sie niemanden in diesen Strassen sahen, dann ist die Gegend wahrlich öde und alles andere als ein gutes Pflaster für eine Prostituierte.
2. Ca. 3 uhr  45 Charles Cross, Robert Paul treffen sich in der Strasse und finden Polly.
Was geschah dazwischen und damit meine ich nicht den Mord ansich.
Mir geht es darum ob es Untersuchungen darüber gibt wie häufig diese Strasse frequentiert wird.
Also, hat Polly ihren Mörder woanders gefunden und ist bewusst in eine wenig belebte Strasse gegangen um das Geschäftliche ungestört zu regeln? Oder ist sie, betrunken, ziellos herumgewankt und ein Zufallsopfer geworden, was heisst...begegnete Polly ihren Mörder ähnlich wie Charles Cross Robert Paul begegnete? Also ein Wortwechsel und dann eine schnelle, für Polly absolut überraschende Tat?
Wenn das so ist, lässt das Rückschlüsse auf den Täter zu.
Wohnte er in dieser Strasse oder in der Nähe?
Arbeitete er dort?
Oder gibt es doch einen Pub oder eine andere Lokalität die ihn dazu brachte die Bucks Row zu durchqueren?
Gibt es , zu guter letzt, irgendeine Forschungsarbeit die sich mal damit beschäftigt hat, in welchen Stadtteil von Whitechapel nach 1 Uhr nachts noch am meisten Betrieb war, bzw. wo eine Frau wie Polly noch am meisten Chancen hatte einen Kunden aufzugabeln?
Ihr seht schon, Fragen über Fragen....und wenn jemand darauf antwortet, dann bin ich sehr gespannt auf eure Überlegungen.
Gruss
sendet
Mrs Peel.

PS.: Diese Mrs Lilly erscheint mir eher als eine der vielen Zeugen, die einmal ihre 5 Minuten Aufmerksamkeit haben wollen und deswegen die Geschichte noch um einige dramatische Elemente erweitern. Was sich in der Nachbarschaft bestimmt gut macht!

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Isdrasil
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« Antwort #1 am: Mai 19, 2009, 11:44:21 am »

Hi Mrs Peel

Das ist eine äußerst interessante Frage - über die ich mir persönlich noch nie den Kopf zerbrochen habe.
Ich habe schnell mal eine kleine Karte angefertigt und möchte damit deine Ausführungen ergänzen.
Wie man sehen kann, liegt der Tatort auch noch sehr abgelegen und relativ weit weg von den letzten Sichtungen Pollys. Während sie sich zwischen 00:30 Uhr und 02:30 Uhr anscheinend in einem kleinen Gebiet aufhielt (um die Thrawl Street herum), scheint sie danach ziemlich zielstrebig Richtung Osten gegangen sein. Man muss auch bedenken, dass Polly laut Ellen Holland stark angetrunken war.

Grüße, Isdrasil

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* Polly Last Night.jpg (628.3 KB, 2000x872 - angeschaut 301 Mal.)
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Floh82
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« Antwort #2 am: Mai 19, 2009, 11:48:57 am »

In "Jack the Ripper: The Facts" steht was zur Buck Row....müsste ich aber erst suchen, wenn ich wieder zu Hause bin.

Soweit ich mich richtig erinnere, war es eine runtergekommene Seitenstraße, mit Zugängen zu Betrieben...einige Arbeiter eines nahestenden Betriebes wurden glaube ich sogar von der Polizei verhört. Aber wie gesagt: Ich bin mir nicht sicher...müsste nochmal nachlesen.

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MrsPeel
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« Antwort #3 am: Mai 19, 2009, 14:26:11 pm »

Ich danke den beiden Superintendent (besonders auch für die Karte) und lege aufgrung dessen meine ersten Überlegungen dar:

Mann könnte also davon ausgehen das Polly recht zügig die Whitechapel Road hinauf gegangen ist. Das ergibt auch Sinn, da diese Strasse bestimmt noch belebt war, wenn man einen Kunden sucht.
Ich möchte besonders auf ein, auf der Karte eingezeichnetes Gebäude hinweisen, dass sich Pavillion Theatre nennt, offenbar also ein Ort an dem auch spät Nachts noch mit Nachtschwärmern zu rechen ist, auch scheint sich ganz in der Nähe ein Bahnhof zu befinden. Alles in allem also eine Gegend in der eine Frau wie Polly noch jemanden hätte finden können.
So und dann spekuliere ich mal.
Sie könnte, mit oder ohne Begleitung die Court Street, Thomas Street oder die Bakers Row genommen haben, wobei ich eher für die beiden ersteren tendiere.
Da die Court bzw. Thomas Street in die Whitechapel Road einmünden besteht der dringende Verdacht, dass es auch dort noch verirrte Nachtschwärmer gab. Folgt man beiden Strassen kommt man zu dem ziemlich breiten Anfang der Durward Street, der fast einwenig wie ein Platz aussieht. Woraus sich für mich mal eine ganz vorsichtige Schlussfolgerung ergibt, nämlich die dass Polly eventuell ihren Mörder entweder in der Court Street, oder Thomas Street bzw. in den Einmündungen zur Durward Street begegnet sein könnte.
Was wiederum bedeutet, dass vielleicht auch der Ripper nicht zwingend in diesem Gebiet wohnhaft sein muss, sondern ebenfalls wie vielleicht die Polly nur die Whitechapel Road entlang flaniert ist. Dann jedoch biegt er ab und oder er will erst noch auf die Whitechapel Road und kann dann demnach sehr wohl von Osten (Durward Street/Bucks Row) kommen oder von weiter aus Norden. Wie dem auch sei, ich danke für die Karte und mach mir, auf meiner Karte mal ein grosses Kreuz, da ich glaube, dass hier etwas geschehen sein könnte.
Etwas mit dem die arme Polly bestimmt nicht gerechnet hat.
Erste vorsichtige Schlussfolgerung:

Polly Nicholls:
1.Polly versucht noch einen Kunden aufzugabeln wo es günstig erscheint, nämlich auf der Whitechapel Road.
2.Sie geht bis fast zum Bahnhof, biegt kurz davor aber ab, vielleicht weil in der Court und Thomas Street noch Betrieb ist.
3.Sie trifft vielleicht dort oder erst am Anfang der Durward Street ihren Mörder.
4.Sie verlassen den recht breiten, von mehreren Strassen einmündenen Teil und gehen in   den dunkleren und ruhigeren Bereich der Bucks Row.

Ihr Mörder:
1.Er könnte wie sie von der Whitechapel Road gekommen sein. Nimmt also den gleichen Weg. Mögliche Schlussfolgerung: Er hat sie beobachtet und folgt ihr. Einer alten, kranken und betrunkenen Prostituierten die vielleicht recht verzweifelt nach einen Kunden Ausschau hält. An dem Dreieck Thomas, Court und Durward Street spricht er sie an und sie gehen die paar Meter weiter zur Bucks Row.
2.Zufallsopfer! Er kommt von dort. Er könnte irgendwo in der Nähe dieses Punktes Court/Thomas/Durward Street zu Hause sein. Er kommt von da oder geht dorthin zurück. Oder er hat dort eine Beschäftigung. Er trifft zufällig Polly und es kommt zum Mord.

Danke nochmal sagt
Mrs Peel
"Die Jagd geht weiter!"

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Larkin
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« Antwort #4 am: Mai 19, 2009, 17:57:14 pm »


Hallo ihr Lieben!
Zitat
Autor: MrsPeel
Zitat einfügen
Servus,
ich stelle jetzt mal eine Frage, von der ich nicht weiss ob sie nicht schon einmal erörtert wurde.
Meine Frage und etwas über das ich mir den Kopf etwas zerbreche:
1. War die Bucks Row eine Strasse in der Polly einen Kunden aufzugabeln hoffte, damit meine ich, was war das für eine Strasse? War sie für das Gewerbe das Polly ausübte geeignet? Sprich, die anderen Opfer wurden ja etwas zentraler in Whitechapel ermordet, also da wo es noch Örtlichkeiten wie Pubs gab und wo man bis spät in die Nacht/bis zum frühen Morgen einen Kunden fand. Die Bucks Row erscheint mir als teils Wohnstrasse und als teils Gewerbestrasse mit Lagerhäusern, der berühmten Schlachterei usw. Deswegen drängte sich mir die Frage auf, war dort quasi 24 Stunden eine Art von Betrieb oder war ab einer bestimmten Uhrzeit da Schluss mit Arbeit. Sprich, war die Strasse verödet?
Buck´s Row war eine ziemlich heruntergekommene und ärmliche Straße, die nur auf einer Seite bewohnt wurde. Auf der anderen Seiten befanden sich verschiedene Warenhaus wie, dem Essex Wharf Warehouse, dem Brown and Eagle Wool Warehouse, Schneider´s Cap Factory und eine Schule. Außerdem befanden sich Stallungen dort, welche durch ein Tor erreicht werden konnten. Vor einem solchen Tor wurde Pollys Leiche gefunden.
Die Straße war, so weit ich mich nicht täusche, sehr schmal und verdreckt und zudem noch ziemlich dunkel, da es dort nur eine einzige
Straßenlaterne gab. Dort war man als Prostituierte sicherlich ungestört mit seinem Freier, aber ich glaube nicht dass man einen Kunden dort treffen und anwerben konnte.
Vor Gericht sagte der Pferdeschlachter Henry Tomkins aus, dass er und sein Kollege im Schlachthaus in der Winthrop Street (also praktisch in der unmittelbaren Nähe des Tatortes)  bis ca. 4.20 Uhr morgens arbeitet mussten. Also kann man davon aussgehen, dass die Arbeitszeiten damals einfach anders waren als unsere heute. Ob in den Warenhäuser in der Buck´s Row noch Arbeiter auf den Beinen waren kann ich leider nirgends finden, könnte es mir aber durchaus vorstellen, dass auch hier noch bis spät in die Nacht geackert wurde.  Die Straße schien eher ruhig gewesen zu sein, da ja auch die Zeugen kein einziges Geräusch gehört hatten. Die Straße war wohl eher für die "Ausführung" des Geschäfts geeignet als für das Anwerben. Dazu ging man wohl eher zur Whitechapel Road.
Zitat
Wohnte er in dieser Strasse oder in der Nähe?
Naja vom Casebook ist ja Einer felsenfest davon überzeugt, dass Charles Cross der Mörder war. Damit hätte sich ja dann die Frage erübrigt  Zwinkernd

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"Nach jedem Verbrechen muß jemand bestraft werden. Um so erfreulicher, wenn es der Täter ist."
Floh82
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« Antwort #5 am: Mai 19, 2009, 22:25:41 pm »


Buck´s Row war eine ziemlich heruntergekommene und ärmliche Straße, die nur auf einer Seite bewohnt wurde. Auf der anderen Seiten befanden sich verschiedene Warenhaus wie, dem Essex Wharf Warehouse, dem Brown and Eagle Wool Warehouse, Schneider´s Cap Factory und eine Schule. Außerdem befanden sich Stallungen dort, welche durch ein Tor erreicht werden konnten. Vor einem solchen Tor wurde Pollys Leiche gefunden.
Die Straße war, so weit ich mich nicht täusche, sehr schmal und verdreckt und zudem noch ziemlich dunkel, da es dort nur eine einzige
Straßenlaterne gab. Dort war man als Prostituierte sicherlich ungestört mit seinem Freier, aber ich glaube nicht dass man einen Kunden dort treffen und anwerben konnte.
Vor Gericht sagte der Pferdeschlachter Henry Tomkins aus, dass er und sein Kollege im Schlachthaus in der Winthrop Street (also praktisch in der unmittelbaren Nähe des Tatortes)  bis ca. 4.20 Uhr morgens arbeitet mussten. Also kann man davon aussgehen, dass die Arbeitszeiten damals einfach anders waren als unsere heute. Ob in den Warenhäuser in der Buck´s Row noch Arbeiter auf den Beinen waren kann ich leider nirgends finden, könnte es mir aber durchaus vorstellen, dass auch hier noch bis spät in die Nacht geackert wurde.  Die Straße schien eher ruhig gewesen zu sein, da ja auch die Zeugen kein einziges Geräusch gehört hatten. Die Straße war wohl eher für die "Ausführung" des Geschäfts geeignet als für das Anwerben. Dazu ging man wohl eher zur Whitechapel Road.

Das ist auch das was ich in Erinnerung hatte und so auch im Buch steht das ich angesprochen hatte.

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Fluchdraw
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« Antwort #6 am: April 23, 2010, 09:31:13 am »

Charles Cross, Robert Paul...

Sind das beide Polizisten gewesen oder...?

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panopticon
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« Antwort #7 am: April 23, 2010, 10:17:52 am »

Hallo Fluchdraw!

Nein, Charles Cross und Robert Paul waren keine Polizisten, sondern zwei Fuhrmänner, die auf dem Weg zu ihrer jeweiligen Arbeitsstätte Polly Nichols fanden.
Genauer gesagt fand Cross sie, und machte den hinzukommenden Paul darauf aufmerksam. (Weshalb Cross auch hin und wieder unter den Verdächtigen auftaucht.)


Grüße,
panopticon

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Stordfield
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« Antwort #8 am: April 29, 2010, 10:44:18 am »

Hallo !

Irgendetwas "stört" mich immer an diesem Tatort, wenn ich auch nicht sagen kann, was. Vielleicht ist es der völlige Mangel an Versteckmöglichkeiten. Ich stelle mir die Buck`s Row als gerade Gasse ohne Winkel und Nischen vor; trotz Dunkelheit gut überschaubar. Anders als bei den späteren Morden, gab es hier keine dunkle Ecke. Nicht unbedingt dazu geeignet, um unbeobachtet sexuelle Handlungen zu vollführen (Erregung öffentlichen Ärgernisses und Prostitution). Wer führte hier wen hin? Kamen sie gemeinsam in diese Straße? Kannte Polly oder der Ripper sich hier aus, wußten sie oder einer von beiden wo sie ungestört sein konnten? War es tatsächlich JtR`s erstes Verbrechen dieser Art und er befand sich somit in seiner "Komfortzone", einem Gebiet, wo er sich absolut sicher war, so sicher, dass er gar keine Deckung brauchte, oder zu brauchen meinte?

Gruß Stordfield

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Lestrade
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« Antwort #9 am: April 29, 2010, 13:36:42 pm »

Hi Stordfield!

Es geht mir genauso. Nicht nur mit der Bucks Row. Vielleicht wurde er auch hier gestört. Genau wie in der Berner Street. Vielleicht hätten Nichols und Stride ähnliche Verstümmelungen erfahren wie Chapman, Eddowes und Kelly. Auch wenn ich hier erfahren habe, dass Serienkiller durchaus sehr unvorsichtig sein können, frage ich mich, wieso sind es dann auch? Im Falle JtR finde ich es aber einen Tick zu auffällig und kann daher dein "Stören" gut nachempfinden. Und wenn es so ist, was sind die Gründe für ein solches Verhalten bei diesen Tätern? Er ist doch wohlmöglich beinahe jedesmal einer Ertappung haaresbreit entwischt. Kann er soetwas einkalkuliert haben. War es ihm am Ende, ganz weit hinten in seiner Gedankenwelt, wohlmöglich egal ob er geschnappt wird oder nicht? Und wenn, warum? Es gab doch sicherlich "bessere" Ort seinen Taten auszuüben. Warum so wenig "Sorgfalt" diesbezüglich?

Gruß, Lestrade.

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Stordfield
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« Antwort #10 am: April 29, 2010, 14:18:38 pm »

Hallo Lestrade!

Und wieder ein Haufen Fragen und keine Antworten weit und breit. icon_smile
Mir macht das Tor, vor dem Polly gefunden wurde, Kopfzerbrechen. Wollten das Opfer und ihr Mörder vielleicht dahinter und es war ausgerechnet in dieser Nacht versperrt? (War es eigentlich zugeschlossen?) Eventuell kam der Ripper ja von dort und verschwand auch wieder nach da? "Komfortzonen" sind üblicherweise Orte, an denen die Täter arbeiten.

Gruß Stordfield

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« Antwort #11 am: April 29, 2010, 19:44:36 pm »

Oh ja Stordfield... diese ständigen unbeantworteten Fragen...keine Ahnung was es mit dem Tor auf sich hatte...Komfortzonen, auch so eine Sache. Wir wissen ja nicht mal ob es das erste Opfer war. Wir wissen nicht, ob der Täter nur an einem Arbeitsort tätig war... Das London Hospital war in der Nähe. Wenn der Täter dort nicht arbeitete, war er vielleicht längere Zeit Patient dort. Möglicherweise kurz vorher entlassen, keine Ahnung... ich weiß es nicht... Kennst du die Dinge über Stephenson? Er war zu jener Zeit dort im Krankenhaus. Seine Aussagen und sein Kontakt mit der Polizei finde ich bemerkenswert. Er war nicht der Täter aber lies mal selber nach...Denk dabei an die rötlichen Halstücher beim Ripper...

Viele Grüße,

Lestrade.

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« Antwort #12 am: April 30, 2010, 01:26:31 am »

Hallo Stordfield! Hallo Lestrade!

Ja, die Bucks Row lässt mir, wie der Fall Polly Nichols generell, auch keine Ruhe! Ich fasse es nicht, wie wenig konkrete Spuren es gerade in diesem Fall zu geben scheint, auch wenn dieser Mord der vielleicht erste war – und die arme Polly tut mir extrem leid, zumal sie ja von einem Serienkiller, der durch die Straßen lief, auch noch gar nichts gewusst haben konnte – vielleicht hätte sie dann auch mit ihrem Geld in dieser Nacht anders ´gewirtschaftet´, was zwar nicht anzunehmen ist, aber wer weiß. Deshalb habe ich auch vor einiger Zeit versucht, wenigstens aus Pollys Bewegungen in dieser Nacht Rückschlüsse zu ziehen, und wollte das Ergebnis, das mich auch auf einige Ideen zu den anderen Morden brachte, hier schon vor einiger Zeit bezüglich kognitiver Karten der Opfer posten, was ich hiermit nachhole, und denke, dass es an dieser Stelle gut passt, zumal mich eben Polly selbst und die Bucks Row auf die Idee dazu brachten – lasst mich bitte eure Meinung wissen – sind alles natürlich nur Vermutungen oder Ideen, einzeln zum Teil auch nicht umwerfend neu,  aber irgendwie erscheint es mir gesamt schon recht plausibel – Ich versuche das mal so darzustellen, wie meine Gedankengänge waren:

Ich habe mir die Frage gestellt, wie ihr auch, nehme ich an, wo Polly Nichols eigentlich hinwollte, als sie von der Ecke Osborn Street / Whitechapel Road, die Whitechapel Road entlang nach Osten lief, und danach von keinen bekannten Zeugen mehr gesehen wurde. Pubs hatten ja eigentlich schon geschlossen. Allgemein wird angenommen, dass die Mordopfer von Whitechapel einfach die größeren Straßen entlangliefen, um Freier aufzugabeln, und dafür spräche auch, dass Polly zuvor schon einmal in dieser Nacht gesehen wurde, wie sie die Whitechapel Road entlanglief. Aber stimmt das mit den Straßen auch so? Generell ist anzunehmen, dass es Orte gibt, an denen es für Prostituierte wahrscheinlicher ist, einen Freier zu finden, zumal es sich dabei um stark frequentierte, oder überschaubare Orte/Plätze handelte, wo man sowohl die Freier besser ausmachen konnte, als auch Polizisten früher erspähen konnte, als an anderen Orten. Solche Orte müssten eigentlich in jeder kognitiven Landkarte der Prostituierten verankert gewesen sein. Abgesehen davon: selbst wenn Nichols so einen Ort gar nicht aufsuchen wollte, irgendwo entlang der Whitechapel Road müsste es doch wenigstens unterbewusst eine ´Landmarke´ gegeben haben, die Polly sich als maximales ´Fernziel´ bzw als Wendepunkt an der Whitechapel Road steckte, egal wie betrunken sie war. Wie Studien zeigen, denkt der Mensch generell in Landmarken auf seiner kognitiven Karte / mental map – und da, wo ihm die Umgebung fremd ist, sucht er nach auffälligen Orten, an denen er sich orientiert und nach denen er auch Entscheidungen trifft. Ein gutes Beispiel stammt sogar aus der gleichen Nacht im Spätaugust 1888: John Pizer bricht auf, um die Feuer in den Docks von der Nähe zu sehen und bewegt sich in ihre Richtung. Da sie aber doch weiter weg sind, beschließt er, seinen Angaben zu folge, schließlich doch, umzudrehen, aber nicht irgendwo: Er gab an, dass er bei der Highbury Railway Station kehrt machte – frei nach dem Motto: ´Na, bis dahin geh ich noch, dann schauen wir mal weiter.´ Wohin wollte also Polly? Die nächste wirkliche Landmarke entlang der Whitechapel Road ist das London Hospital bzw die sich gegenüber befindliche Whitechapel Station im nordöstlichsten Teil von  Whitechapel - unter Tags und am Abend sicher ein sehr frequentierter Ort, und auch aufgrund seiner Überschaubarkeit wohl gut für das Geschäft von Prostituierten geeignet. Kann es sein, dass das Pollys üblicher ´Standplatz´ war? Tot aufgefunden wird sie jedenfalls gegen 3.40h in der Bucks Row,  1 Brücke und 2 Straßen direkt (!) hinter der Whitechapel Station. Wie sie Emily Holland zuvor mitteilte, hatte Polly ihr Geld für die Übernachtung ja an diesem Tag scheinbar mehrfach verdient, aber wieder für Alkohol ausgegeben. Kann es sein, dass sie es, wie vielleicht sonst auch, an der Whitechapel Station verdient hatte, immerhin wurde sie ja eben schon einmal an der Whitechapel Road (23.30h) gesehen. Danach wurde sie gesehen, wie sie das ´Frying Pan´ in unmittelbarer Umgebung ihrer üblichen Unterkunft in der Thrawl Street verließ (0.30h), und gegen 1.20h aus eben jener verwiesen. Scheint sich alles mit ihrer Geschichte zu decken. Was hat Polly aber ohne Geld zwischen 1.20h und 2.30h gemacht und warum ist sie nicht gleich zur Whitechapel Station aufgebrochen? Ein möglicher Grund wäre der, dass sie dort nicht mehr mit Kundschaft rechnete, zumal der letzte Zug eben wohl schon abgefahren war.  Aber was tat sie stattdessen und was hat ihre Meinung dann vielleicht doch geändert? Emily Holland jedenfalls scheint der Meinung gewesen zu sein, Polly zufällig an der Ecke Osborn Street / Whitechapel High Street über den Weg gelaufen zu sein - was aber, wenn diese da schon länger stand? Osborn Street? Da war doch noch was...

– Der letzten Endes doch tödliche Überfall auf Emma Smith am Ostermontag 1888. Hier dürfte sie ihren Angreifern aber gar nicht ursprünglich begegnet sein, sondern, wie sie angeblich gesagt hat, bei St. Mary Matfellon, wo einst die weiße Kapelle stand, die Landmarke schlechthin, im Herzen Whitechapels, fast direkt an der Ecke Osborn Street und Whitechapel High Street.

- In dieser Gegend zogen auch Martha Tabram und Pearly Poll mit den 2 Soldaten um die Häuser. Die Pubs, die sie dabei aufgesucht haben sollen, reichen von direkt gegenüber von St. Mary Matfellon, bis westlich davon die Whitechapel High Street entlang bis zur Leman Street. Danach müssen sie wieder umgedreht haben, denn die George Yard Buildings und die Angel Alley liegen, in etwa zwischen diesen beiden Pubs. Kann es sein, dass sie ´ihre´ Soldaten ursprünglich bei St. Mary´s angetroffen haben, weil das ihr Standplatz war? Was wissen wir noch über Prostituierte zu dieser Zeit?

- Der bekannteste ´Standplatz´ für Prostituierte im Victorianischen London ist wohl St. Botolph´s, Aldgate auch ´the Church of Prostitutes´ genannt, weil die Prostituierten dort um den Block liefen, damit sie Polizisten nicht sofort auffielen. St. Botolph´s befindet sich in direkter Nähe der Aldgate Station, genau zwischen jenem Punkt, an dem Catherine Eddowes am Nachmittag vor ihrer Ermordung betrunken aufgegriffen wurde, und jenem, an dem man in der folgenden Nacht ihre Leiche fand (!), oder anders gesagt: Diese beiden Punkte scheinen jene Blocks zu markieren, um welche die Prostituierten liefen. Gibt es auch bei den anderen Opfern ähnliche Orte? 

- Annie Chapman, die sich aus gesundheitlichen Gründen scheinbar ohnedies nicht allzu weit von ihrer Unterkunft wegbewegen konnte, wird das letzte Mal nachweislich lebend gesehen, als sie von Crossingham´s Ecke Dorset Street / Little Paternoster Road letztere in Richtung Spitalfields Market hochgeht. Ziemlich genau zwischen diesem Punkt und der Hanbury Street Nr. 29, wo man sie später tot auffand, liegt die Christ Church. Das letzte Mal, dass sie jemand zu sehen glaubte, war im Ten Bells, direkt neben der Kirche.

- Elizabeth Stride wird das letzte Mal nachweislich lebend im Bricklayer´s Arms, an der Ecke Settles Street / Fordham Street mit einem Mann gesehen - die beiden verließen das Pub in Richtung Commercial Road. Ebenfalls in der Settles Street, nahe an der Commercial Road befand sich St. Augustine´s, und in einem Abstand, der nochmals nur ein kleines Stück weiter als die Distanz zwischen diesem Pub und der Kirche war, befand sich Dutfield´s Yard in der Berner Street.

Zurück zu Polly Nichols: Wenn sie tatsächlich dort stand, um Freier zu finden, wo Emily Holland sie letztendlich traf, warum hätte sie dann plötzlich den Standort ändern sollen? Zug fuhr keiner mehr, und mit Kundschaft aus dem Hospital war wohl ohnedies nie zu rechnen. Kann es sein, dass sie in dieser Nacht plötzlich doch noch mit einer Chance auf Kundschaft an der Whitechapel Station rechnete? Kam Holland nicht aus der Richtung der Docks, weil sie die Feuer, die dort loderten, aus der nächster Nähe sehen wollte, wie unzählige andere Londoner in dieser Nacht (und das ziemlich lange) auch, wie den Zeitungsberichten zu entnehmen ist? Holland wird Nichols doch auch davon erzählt haben, immerhin soll ihre Unterhaltung ja mehrere Minuten gedauert haben. Kann es sein, dass Polly plötzlich mit mehr potentieller Kundschaft an der Whitechapel Station gerechnet hat, weil sie dachte, dass einige ihren Zug verpasst haben und in der Gegend gestrandet waren?     

Wie dem auch sei, ich denke aber, dass sich die Überlegung zumindest lohnt, denn interessant ist schon, wie sich die jeweiligen Prostituierten in den Nächten ihrer Ermordung bewegten, und bezüglich des Rippers (und seiner eventuellen kognitiven Karte) ist genauso interessant, wo sich die jeweiligen Gebiete jeweils zueinander und im Verhältnis zu Whitechapel befanden! Deshalb stelle ich jetzt auch noch einen meiner Pläne dazu hier herein (siehe unten). Mary Jane Kelly ist wegen ihrer eigenen Behausung wohl eine Ausnahme, aber auch bei ihr lässt sich sagen, dass sie rund um die Christ Church ihre Kundschaft aufgegabelt zu haben scheint. Smith habe ich übrigens nicht deshalb erwähnt, weil ich sie für ein Ripperopfer halte, tue ich bei Tabram auch nicht wirklich – aber eben zum Vergleich bezüglich eines möglichen ´Standortes´.

Was ich zur Bucks Row selbst noch anmerken wollte: angenommen (vor der) Whitechapel Station war der Ort, an dem Polly ihrem Mörder ursprünglich tatsächlich begegnete: Wie sind die beiden am besten in die Bucks Row gekommen? Interessant erscheint mir die Holzbrücke über den Gleisen – siehe ´wood bridge´im Planausschnitt unten. (Ich kann mich auch erinnern, mal ein Foto von einer Brücke in der Whitechapel Station geschossen zu haben – obwohl ich früher jedes Jahr in London war, war ich aber leider nicht mehr dort, seitdem ich mich mit dem Rippper auseinandersetze...) – Weiß jemand, ob es die so schon gab? Gleich das nächste Gässchen (Winthrop Street) war für Ungestörtheit vielleicht noch zu nahe am Bahnhof bzw der Brücke- also sicherheitshalber noch um die Schule rum und zu den Stallungen? (siehe unten)

@ Stordfield: Wenn die Station Pollys üblicher Standplatz war, könnte ich mir gut vorstellen, dass sie den Ripper selbst dahin führte, das Tor aber diesmal verschlossen war. Du hast vollkommen recht: Es ist extrem merkwürdig, dass er Polly dort auf offener Straße tötete – und was ich mich auch noch frage: Wenn sie ihn dahin führte, das Tor aber verschlossen war, hätte er doch eigentlich noch einen Rückzieher machen können, zumal die offene Straße ja doch ein sehr hohes Risiko darstellte. Er hätte sagen können: ´Gut, dann nicht – Tschüss.´ War er jetzt extrem risikofreudig, oder hatte er vielleicht doch zuvor schon Dreck am Stecken und ist deshalb das Risiko eingegangen, da es ihm auch zu riskant war, eine Person die ihn gesehen hat, wieder laufen zu lassen? Das Gebäude, vor dem der Mord passierte, hieß angeblich ´New Cottage´, wenn ich das auf Casebook damals richtig gelesen habe – dass es einen Namen hatte und andere in der Straße nicht, finde ich auch seltsam, gehe dem aber nochmals nach. Die sahen sich doch alle recht ähnlich? Was für mich dagegen spricht, dass der Täter durch das Tor verschwand, ist, dass es so aussieht, als hätte er dann nochmals über die Tote hinwegsteigen müssen, wenn man den Illustrationen und Berichten glaubt... Diesbezüglich habe ich mich schon des öfteren gefragt: Wenn Polly so da lag, wie ich das auf dem Bild unten nochmals angeführt habe: In welche Richtung ist der Täter dann wohl eher geflohen? Meiner Meinung nach in Richtung der Schule, von wo aus ich, wie oben geschildert, auch annehmen würde, dass er mit Polly gemeinsam kam, aber wer weiß. Was mich aber auch noch quält: Hat er Polly so liegen lassen, wie er sie attackierte, oder sie erst anschließend so ´zurecht gelegt´, dass er während seines weiteren Vorgehens den besten Überblick bezüglich der Straße hatte und am ehesten in Richtung Heim abhauen konnte, ohne in Blut zu treten (weshalb ich auch eher annehmen würde, dass er in Richtung Schule flüchtete.) Bezüglich der Pufferzone fand ich schon immer Mile End New Town interessant - einige ähnliche Plätze (wenn auch nicht direkt an allzu großen Straßen), aber kein Mord ! - und sowohl etwa in der Mitte der Morde an Tabram und Nichols, als auch der an Nichols und Chapman (vollkommen egal, was man als ersten Mord annimmt). Auch das Gebiet in Whitechapel direkt darunter fände ich als eventuellen Wohnort passend, vor allem, wenn man auch Eddowes mitbedenkt. 


Ach ja, wen kognitive Karten / mental maps näher interessieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Karte

Grüße,
panopticon


P.S.Wie ich gerade festgestellt habe, ist mir in der Legende der Grafik ein Fehler passiert: Richtig ist, wie am Plan beschriftet:  Mile End New Town ist violett, Mile End Old Town ist grün. Sorry.

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* br_det_p_pan.jpg (443.28 KB, 1236x374 - angeschaut 206 Mal.)
« Letzte Änderung: April 30, 2010, 02:04:16 am von panopticon » Gespeichert
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Watson, fahr schon mal die Kutsche vor...


« Antwort #13 am: April 30, 2010, 10:59:47 am »

Hallo panopticon!

Abermals ein großes Kompliment an dein Posting. Ich möchte mich nicht weiter einschleimen aber es ist schon große Klasse was du schreibst...Ich habe beim durchlesen eben viele neue Denkanstöße bekommen...Dankeschön...

Mit der "Geographie" habe ich mich schon häufiger auseinandergesetzt. Es gab da für mich verschiedene Ansatzpunkte. Überlegungen halt. Auffällig ist natürlich, das alle Tatorte nicht weit von den "großen" Straßen lagen. Commercial Street/Road, Whitechapel High Street/ Road und Aldgate High Street. Diese Straßen treffen sich irgendwann, irgendwie in einem Punkt mit der Leman Street. Macht den Eindruck, als wenn der Ripper schnell auf diese Straßen gelangen konnte und sich an einem Punkt entscheiden konnte. Nach Norden, nach Westen, nach Osten oder nach Süden zu gehen. Vielleicht wußte er es, gewisse Frauen dort anzutreffen oder er lotste sie dahin oder beides. So könnte man auch annehmen, dass er diese Straßen nicht nur als Weg dorthin, sondern auch als Fluchtweg benutzte. Ging vielleicht auch am schnellsten.

Liebe Grüße, Lestrade.

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Wer wartet mit Besonnenheit, der wird belohnt zur rechten Zeit...
Floh82
Gast
« Antwort #14 am: April 30, 2010, 11:55:47 am »

Wieder einmal saubere Arbeit!

Was mir gleich aufgefallen ist: Alle Opfer (mit den Ausnahmen Tabram und MJK) bewegten sich laut dieser Karte eher von Whitecheapel weg! Das lässt mich persönlich doch recht an der Theorie zweifeln der Täter käme aus Whitecheapel selbst bzw. habe gute Ortskenntnisse. Und es wirft bei mir gleich wieder die Frage auf wie zufällig die Opfer waren?!

Nun das erstmal zu meinen ersten Gedanken. Wie gesagt gute Arbeit und wieder einmal was zum Nachdenken!

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